Ich danke Dr.Potrykos (Doberlug-Kirchhain), dem Tierschutzverein Atlantis e.V., meiner treuen Freundin Gudrun und vor allem der neuen Familie: Christine & Rudi, Vera, Veit, Lucas und Kathi in Benediktbeuern!
Im Spätsommer 2004 kamen mir abends im Garten zwei quirlige Winzlinge entgegen.
Nachforschungen ergaben schnell: Ein Paar hatte wenige Stunden zuvor versucht, die beiden bei einem Mitglied des örtlichen Tierschutzvereines abzugeben.
Dies klappte nicht sofort, und so wurden sie bei mir ausgesetzt. Das war ärgerlich, aber natürlich besser als eine "Entsorgung".

Es folgte "das übliche Verfahren": Beide wurden vom Tierarzt untersucht und bekamen die ersten Impfungen. Es wurde ein separates Zimmer eingerichtet in dem sie bleiben sollten, bis sie alt genug zum kastrieren sind.
Schon am nächsten Tag waren wir Freunde und die beiden spielten unbekümmert. Offenbar ging es ihnen vorher nicht schlecht: Sie waren sehr zutraulich und gingen vom ersten Moment an in ihre Toilletten.
Die Wochen vergingen und die Zeit der Trennung kam näher. Schweren Herzens machte ich mich daran, ein neues Zuhause für die süßen kleinen Racker zu suchen.
Ich hatte mich -wieder einmal- in die kleinen Seelchen verliebt und für mich stand fest: Diese beiden waren nichts für "gute Hände", sie würde ich nur in "beste Hände" abgeben.
Eine Idee hatte ich ja schon ... aber ich wußte nicht wie ich's anstellen sollte. Schließlich musste mein Mann einspringen und nachfragen.
Bingo: Bei Christine & Rudi und ihren Kindern waren sie willkommen!
Und zwar sofort - um die Kastration würden sie sich selbst kümmern. Also: Ab nach Bayern!

Schließlich kam der unvermeidliche Augenblick ...
Als mein Mann sich mit "meinen Kindern" auf den langen Weg machte, hatte ich schon lange keine Tränen mehr.
Aber ich wusste: Diese beiden haben eine Zukunft!
Ich kann viele Geschichten erzählen, nur wenige haben ein solch schönes Ende.

Es gibt so viele ausgesetzte, geschundene, kranke und vernachlässigte Katzen. Viele Menschen opfern ihre gesamte Zeit und ihre eigenen Mittel, werden dafür als "Katzenmuttis" oder schlicht als Spinner diffamiert. Tierschutzvereine kämpfen mit bloßen Händen gegen Windmühlenflügel. Behörden, Kommunen und private Spender unterstützen jährlich mit Millionenbeträgen diesen schier aussichtslosen Kampf.
Jeder kann helfen, in dem er sich im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis für die Kastration von Katzen stark macht!
Katzen müssen KEINE Jungen bekommen, Kater werden nach dem kastrieren NICHT faul und fett (das hat ganz andere Gründe). Wer sich Impfungen und Kastration nicht leisten kann, der kann auch keine Katze richtig halten. Im übrigen helfen hier oft Tierschutzverbände - fragen muß man halt schon selbst!